Wie das Leben mir all das Werkzeug für die Meditation überreicht
Es ist spannend, wie sich im Rückblick so viele Dinge fügen und so gut zueinander passen. Wenn mich Kinder fragen, was mein Beruf ist, antworte ich:, „Berufesammlerin“. Und mein Rucksack voller Berufe hat mich wunderbar für die Aufgabe als Meditationsleiterin gerüstet. Ich habe als Erstes Lehramt studiert und gelernt. Es ist eine unglaublich schöne Aufgabe, Menschen dabei zu begleiten, neue Welten zu erkunden, Ihnen den Raum zu geben und zu gestalten, Neues zu erfahren, zu lernen und zu erleben. Diese Lern- und Lehrfreude hat mich im Studium und in sehr vielen Seminaren und Ausbildungen von erfahrenen Lehrerinnen und Lehrern Lehrwerkzeug für die Meditationsseminare lernen lassen.
Als Medizinische Fachangestellte in verschiedenen Fachbereichen und als Heilpraktikerin in einer Naturheilkundepraxis habe ich den menschlichen Körper ganzheitlich kennengelernt. Die Schulmedizin und die Naturheilkunde haben mich Anatomie, Physiologie, Pathologie und Psyche vielseitig und tiefgehend gelehrt. Dieses Wissen lässt mich Meditation körperlich und psychisch besser verstehen und vermitteln.
Mit 29 Jahren habe ich das erste Mal einen Ashram betreten. Seit dem besuche ich jedes Jahr Orte der inneren Einkehr, ob ein buddhistisches Waldkloster, einen Ashram an der deutschen Nordsee, ein christliches Kloster oder Seminare mit Meditationen im wissenschaftlichen Kontext. An diesen Orten tanke ich sehr schnell auf, komme zu mir und in meine Kraft. Mir ist wichtig an dieser Stelle zu betonen, dass wirklich jeder Meditation lernen kann und vom Erleben der inneren Ruhe profitieren kann, ganz losgelöst von religiösen oder philosophischen Kontexten.
Meine Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten Meditation mündeten in dem Wunsch, sie weiterzugeben. Ich ließ mich zur Meditationsleiterin ausbilden und freue mich seitdem, ganz verschiedene Menschen in ihre Meditationspraxis zu begleiten.
Wie die Meditation in mein Leben trat und zu einer Begleiterin zu immer mehr Tiefe wurde
Mit 23 Jahren war ich mit Höchstgeschwindigkeit auf dem gesellschaftlichen Highway von höher, schneller, besser, weiter. Immer gut drauf, zig Zusatzausbildungen im Studium, zig Freundeskreise, zig Partys, zig Trainingseinheiten verschiedener Sportarten. Immer mit 180/kmh unterwegs. Diese Lebensweise hat mich aufgebraucht. Nur funktionieren, getrieben, im außen und fern gesteuert reagieren. Ich habe mich in diesem Prozess verloren. Mein Zugang zum Leben wurde immer mehr verschüttet.
Die Meditation hat mir wieder eine Verbindung zum Leben ermöglicht. Bei meinem damaligen Hausarzt stand eine Visitenkarte meines ersten Meditationslehrers, der mich in die Meditation eingeweiht hat. Die Meditation, mit allen Auf und Abs, hat mich seither durch meine Bewusstseinsentwicklung geführt, hat viele alte, emotionalen Verletzungen sichtbar gemacht und gehen lassen, mich mehr immer mehr das spüren und leben lassen, wer ich eigentlich bin.
Ich freue mich sehr, dich auf dieser Reise begleiten zu dürfen, in deiner Mitte anzukommen, deine innere Stimme zu hören und deine wahre Kraft zu spüren und zu leben.